Grüezi
Wir haben uns alle so stark an die elektronische Post gewöhnt, dass wir
nicht einmal ein paar Stunden darauf verzichten können. Deshalb wächst
auch das Bedürfnis, von unterwegs auf die E-Mail-Box zugreifen zu
können. Was Sie für Möglichkeiten haben, finden Sie in unserem
Hauptartikel. Doch denken Sie daran, das Leben besteht nicht nur aus
E-Mail und Handy…
Ihr Willy Knüsel
Lesen Sie heute:
Sprüche der Woche:
„Was nützt die beste Informationstechnik, wenn sich die
Menschen nichts zu sagen haben?“ Reinhard Schrutzki, dt.
Computerspezialist
„Wir ertrinken in Informationen, aber hungern nach
Wissen.“ John Naisbitt (*1930), amerik. Prognostiker
„Der Schlüssel zum Erfolg sind nicht Informationen, sondern
Menschen.“ Lee Iacocca
„Führung durch Personen ist im wesentlichen Kommunikation. Wenn
Kommunikation unterstützt wird durch elektronische Medien, dann ist das
eine Hilfe. Wenn sie aber ersetzt wird durch elektronische Medien, dann
liegt dort eine Gefahr, denn menschliche Kommunikation ist nicht nur
Übermittlung von Sachaussagen, sondern sie transportiert
zwischenmenschliche Bindung.“ Lutz von Rosenstiel (*1938), dt.
Wirtschafts-Psychologe
„Unsere Abwehrmechanismen gegen die Informationsschwemme sind
zusammengebrochen; unser Immunsystem gegen Informationen funktioniert
nicht mehr. Wir leiden unter einer Art von kulturellem Aids.“ Neil
Postman (*1931), amerik. Medienkritiker
Cartoon der Woche:
Quelle: www.ohmpage.de
Wie Sie Ihre E-Mails unterwegs lesen können
Was bis vor kurzem nur Managern vorbehalten war, die von ihrer
IT-Abteilung ihres Konzerns entsprechend ausgerüstet wurden, steht heute
im Prinzip jedermann offen, der Zugriff auf die E-Mail-Box von
unterwegs.
Je nach Technik, die zur Anwendung kommt, haben Sie
verschiedene Möglichkeiten:
Webmail
Die
einfachste Möglichkeit ist es, von unterwegs über den Webbrowser des
Handys auf eine Webmail-Lösung zuzugreifen. Die E-Mails lassen sich
dabei auf dem Display des Handys betrachten wie auf dem PC.
Diese
Lösung ist aber nur praktikabel, wenn der Anbieter der Webmail-Lösung auch
eine für das mobile Endgerät optimierte Seite aufgeschaltet hat, zum
Beispiel „Gmail“, dem kostenlosen Mailservice von Google.
Webmail
setzt allerdings eine stabile Verbindung mit dem Internet voraus. Webmail
eignet sich deshalb schlecht für die Bearbeitung der E-Mails im
Zug.
Pull-Mail
E-Mails werden mit einem
speziellen Mailprogramm vom Handy aus gezielt abgefragt. Das Handy baut
also, wie ein externer Computer, per Internet eine Verbindung zum
Mailserver auf und lädt sich die E-Mails herunter.
Diese Lösung
setzt keine speziellen Server voraus. Ein ganz normaler Mailzugang per POP
oder IMAP genügt.
Auch bei dieser Lösung ist eine stabile
Verbindung zum Internet
Voraussetzung.
Push-Mail
Ein spezieller
Mail-Server pusht die E-Mails von sich aus auf das mobile Endgerät, wenn
sie eintreffen. So funktioniert zum Beispiel das Mailsystem Blackberry,
aber auch andere Mailtechniken.
Die Lösung setzt einen Server
voraus, der in der Lage ist, die E-Mails auf das mobile Endgerät zu
stossen. Entweder übernimmt der Firmenserver diese Aufgabe oder ein
spezialisiertes kostenpflichtiges Mailangebot eines Drittanbieters. Der
Vorteil dieser Lösung ist, dass man E-Mails auch dann lesen und bearbeiten
kann, wenn keine stabile Verbindung zum Internet besteht.
Englisch-Tipps für deutsch Sprechende: False friends
False friends - das sind englische Wörter, die deutschen Begriffen
ähnlich klingen, aber etwas völlig anderes bedeuten:
|
False friend |
Richtig |
Beispiel |
| Silikon |
the silicon (Silizium) |
the silicone |
Silicone is used for implants. |
| Sinn |
the sin (Sünde) |
the sense |
This argument does not make sense. |
| Slip |
the slip (Unterkleid) |
the panties |
Panties can be bought in the department for ladies
underwear. |
| Smoking |
smoking (rauchen) |
the tuxedo the dinner jacket |
He cuts a fine figure in his dinner jacket. |
| sparen |
to spare (übrig haben) |
to save |
In order to lose weight, you have to save
calories. |
| spenden |
to spend (ausgeben) |
to donate |
Our firm donates a considerable sum to charity every
year. |
Outlook: Wie Sie peinliche Inhalte in Anhängen vermeiden
Jeden Tag erhalten oder senden Sie mehr oder weniger E-Mails mit
entsprechenden Anhängen. Wenn Sie ein Word-Dokument abspeichern und als
E‑Mail versenden, so scheint das zuerst ein ganz normaler Vorgang zu sein.
Doch nur auf den ersten Blick. Denn wenn der Empfänger sich auch nur ein
ganz klein wenig auskennt, wird er an Ihrem anscheinend harmlosen Dokument
allerlei entdecken:
- In den Eigenschaften (Meta-Daten) des Dokuments kann er sehen, wann
und wer es erstellt und gedruckt haben.
- Wenn Sie im Dokument Kommentare eingefügt haben und vergessen haben,
diese zu entfernen, sieht er diese auch.
- Ausgeblendeter Text wird natürlich mit versendet und kann
verräterisch sein.
- Und: Wenn Sie die Schnellspeicherung eingeschaltet haben, so wird
nicht der Text, sondern jede Änderung gespeichert. Der Empfänger kann
also in einem Editor (nicht in Word) die gesamte Entstehung Ihres Textes
mitverfolgen – mit allen möglicherweise peinlichen Einzelheiten.
- Auch die Versionen, die Sie mit der Versionskontrolle gespeichert
haben, werden allesamt mit übermittelt.
Sie sehen: Es kann durchaus angesagt sein, sich ein Dokument vor dem
Versenden noch mal anzusehen und...
- ...die Eigenschaften zu bereinigen.
- ...das Dokument auf Kommentare und ausgeblendeten Text zu prüfen.
- ...die Schnellspeicherung auszuschalten und das Dokument vor dem
Versenden noch einmal zu speichern.
- ...die Versionen zu löschen (möglicherweise in einer Kopie des
Textes).
Es geht natürlich auch einfacher. Versenden Sie
Office-Anhänge wenn möglich immer als PDF-Datei.
Recht: Arbeitsverträge: Im Zweifel für den Angestellten
Arbeitsverträge sollten die entscheidenden Aspekte der Zusammenarbeit
regeln, Klarheit über Rechte und Pflichten schaffen und helfen,
Missverständnisse zu vermeiden. Die Realität sieht häufig anders aus:
Viele Arbeitsverträge sind unklar oder sogar widersprüchlich
abgefasst.
Nicht selten müssen sich auch Gerichte mit der Auslegung
unstimmiger Arbeitsverträge beschäftigen und in mühsamer Kleinarbeit
herausfinden, was die Vertragsparteien seinerzeit wohl gemeint
haben.
Im Zweifelsfall halten sich die Gerichte an den Grundsatz,
dass unklare Abmachungen zum Nachteil jener Partei auszulegen sind, die
den Vertrag verfasst hat – in der Regel also der Arbeitgeber.
Was
sollten Sie also tun, bevor Sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben:
- Unterschreiben Sie keinen Arbeitsvertrag, den Sie nicht von vorn bis
hinten gelesen und auch verstanden haben. Dies gilt ebenso für
Reglemente und andere Vertragsbeilagen.
- Klären Sie Ungereimtheiten und offene Fragen unbedingt vor der
Vertragsunterzeichnung.
- Holen Sie fachlichen Rat, wenn Sie unsicher sind, welche
Konsequenzen ein Vertragspunkt für Sie haben könnte.
- Lassen Sie sich nicht durch den Hinweis beschwichtigen, eine
Vertragsklausel sei nur Formsache und werde in der Praxis nicht so
streng gehandhabt. Wenn das Zutrifft, ist der Vertrag entsprechend
anzupassen.
- Verlassen Sie sich nicht auf mündliche Zusagen. Nur was Sie
schriftlich haben, lässt sich im Streitfall beweisen.
Die oben
aufgeführten Tipps gelten, aus anderer Optik natürlich, auch für
Arbeitgeber. Und es lohnt sich, klare und eindeutige Arbeitsverträge zu
verfassen, denn wie gesagt: Die Richter entscheiden im Zweifelsfalle für
den Arbeitnehmer.
Die Rubrik „Recht“ wird betreut durch die
Rechtsanwälte der www.aarejura.ch
Rätsel: Rendezvous
Ein Auto startet von München in Richtung Nürnberg mit einer
Geschwindigkeit von 60 km/h. 15 Minuten später startet ein anderes Auto
von Nürnberg in Richtung München - 150 km entfernt -, seine
Geschwindigkeit beträgt 80 km/h.
Welches Auto ist näher an München,
wenn sie sich begegnen?
Lösung: Hundert siegt
Eine Abzählerei,
die man zu zweit treibt: Der erste sagt eine beliebige Zahl zwischen 1 und
10. Dann ist der zweite dran und zählt eine Zahl zwischen 1 und 10 zur
erstgenannten hinzu. Nun addiert der erste eine Zahl zwischen 1 und 10 zur
bisherigen Summe usw. Wer zuerst genau die Zahl 100 erreicht, hat
gewonnen. Das klingt harmlos, ist aber gar nicht so einfach. Wer das Spiel
kennt, gewinnt immer, wenn er anfangen darf. Mit welcher Zahl muss er dann
beginnen?
Wer sicher gewinnen will, muss mit der 1 anfangen. Danach
kann man den Zug seines Gegners stets zu 11 ergänzen. Also:
Zählt
der Gegner 1 hinzu, wählt man die 10, bei 2 die 9, bei 3 die 8 usw..
Mit der zehnten Zahl gewinnen Sie (1 + 9*11 = 100).
Knüsel Management AG, Bielstrasse 44, CH-4500
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