Mehr Produktivität im Büro


Grüezi

«Die meisten Dinge, die wir lernen, lernen wir von den Kunden», dieses Zitat von Charles Lazarus, dem Gründer von Toys'R'Us passt wunderbar zu einem Artikel aus dem Tages-Anzeiger, den ich Ihnen heute in unserem Hauptbeitrag unkommentiert weitergeben möchte und der sehr viel mit Effektivität zu tun hat…

Ihr
Willy Knüsel





Lesen Sie heute:




Sprüche der Woche:

Wer nicht ständig im Gespräch mit dem Kunden ist, hat am Markt bald nichts mehr zu sagen.
Horst Skoludek, dt. Topmanager, Carl Zeiss Stiftung

Man darf nur dann etwas Neues machen, wenn man etwas besser machen kann.
Adolf Loos, östr. Architekt

Sehr einfache Ideen liegen nur in Reichweite der komplizierten Gehirne.
Rémy de Gourmont, frz. Schriftsteller

Besonders allergisch reagiere ich, wenn einer meiner Mitarbeiter vom Kunden erwartet, dass dieser Verständnis für seine Probleme hat, statt dass er die Probleme des Kunden löst.
Claus Wisser, dt. Unternehmer

Die besten Ideen kommen mir, wenn ich mir vorstelle, ich bin mein eigener Kunde.
Charles Lazarus, amerik. Unternehmer, Gründer Toys'R'Us

Es reicht nicht, wenn unsere Manager grossartige Wirtschaftsfachleute oder auch tolle Techniker sind, wenn sie den Menschen, also ihren Kunden, längst aus dem Auge verloren haben.
Daniel Goeudevert, dt. Topmanager VW

Wir hatten uns in der Vergangenheit zu sehr daran gewöhnt, dass wir, die Industrie, entscheiden, was der Verbraucher und Anwender konsumieren und nutzen soll. Heute lassen sie sich das nicht mehr gefallen.
Gerhard Schulmeyer, dt. Topmanager, Siemens





Cartoon der Woche:





Kunden haben bessere Ideen als Forscher

Weder besonders viel Geld noch gute Forscher nützen einem Unternehmen etwas, wenn es nicht auf seine Kunden hört.

447 Milliarden Dollar – so viel Geld haben die tausend Unternehmen mit den weltweit grössten Forschungsbudgets letztes Jahr zusammen in die Entwicklung neuer Produkte gesteckt. Dieser Betrag ist um fast ein Fünftel grösser als die Wirtschaftsleistung der ganzen Schweiz.

Privates Kapital für Forschungsaktivitäten ist also im Überfluss vorhanden. Die Frage ist nur: Investieren die Unternehmen das angehäufte Geld auch wirklich clever? Holen sie das Beste aus ihren für teures Geld beschäftigten Forscherinnen und Forschern?

Bestenfalls zum Teil, lautet die Antwort der Beratungsfirma Booz Allen Hamilton und ihrer Studie «Global Innovation 1000». Denn nicht alle Firmen tun das, was für die besten Firmen selbstverständlich und finanziell sehr einträglich ist: Auf die Kunden hören.

Ein Beispiel: Der amerikanische Werkzeughersteller De Walt, eine Tochter der bekannten Black & Decker, verkaufte Zimmerleuten und Dachdeckern jahrelang Winkelsägen mit Blättern von knapp 25 Zentimeter Durchmesser. Bis das Unternehmen seine Produktentwickler einmal auf eine Baustelle schickte. Was sie da sahen, gefiel ihnen nicht. Denn ihnen fiel auf, dass die Handwerker meist Stücke zu bearbeiten hatten, die für die Säge zu gross waren. Statt das Holzstück in einem Zug durchzusägen, mussten die Handwerker die Säge zweimal ansetzen.

Also fragten die Ingenieure von De Walt die Zimmerleute, wie man das Problem lösen könnte. Antwort: mit einer grösseren Säge. Also wurde ein Werkzeug mit 30 Zentimeter Durchmesser entwickelt. Der Prototyp wurde den Handwerkern gezeigt – und diese waren begeistert. Auf solch ein Werkzeug hatten sie jahrelang gehofft, jetzt war es auf dem Markt. Dass dabei die neue Säge doppelt so teuer ist wie die kleinere alte, scheint sie nicht zu interessieren. Unter professionellen Anwendern in den USA ist die grössere Winkelsäge von De Walt die mit Abstand am meisten verkaufte Säge.

«Auf diese Weise ist Kundenfokus kein Lippenbekenntnis», kommentiert Carlos Ammann, Geschäftsführer von Booz Allen Hamilton in der Schweiz. «Es reicht nicht, dass nur das Marketing oder die Vertriebsmitarbeiter wissen, welche Bedürfnisse Kunden haben. Die Forschungsabteilung und das Management müssen es ebenfalls wissen», ergänzt Thomas Goldbrunner, Co-Leiter der Innovationsstudie. «Je mehr Fenster ein Unternehmen zu seinen Kunden öffnet, desto besser.»

Was an sich einleuchtend klingt, scheint sich in der Geschäftswelt noch nicht überall herumgesprochen zu haben. Zum Vorteil derjenigen Firmen, welche sich intensiv mit den Kunden austauschen: «Unternehmen, die ihre Kunden direkt in den Innovationsprozess einbeziehen, zeigen eine doppelt so hohe Gesamtkapitalrendite. Und ihre Betriebsergebnisse wachsen im Durchschnitt sogar drei Mal so schnell», sagt Berater Ammann. Will heissen: Von Kundenbedürfnissen nicht nur zu reden, sondern diese ernst zu nehmen und in nachgefragte Produkte zu übersetzen, bringt handfeste Vorteile, für die Firma und ihre Mitarbeitenden, aber auch für ihre Aktionäre. «Dass dieser Zusammenhang statistisch so deutlich ist, hat uns selbst überrascht», sagt Experte Goldbrunner.

Relevant sind die Ergebnisse aus zwei Gründen. Erstens basieren sie auf Daten von Firmen aus allen Branchen, die über 80 Prozent der weltweiten privaten Forschungsausgaben bestreiten. Und zweitens bestätigen sie die Resultate früherer Erhebungen. Die Beratungsabteilung der Informatikfirma IBM zum Beispiel hat in einer Umfrage unter fast 800 Konzernchefs herausgefunden, dass die Kunden als Quelle neuer Ideen mehr als doppelt so wichtig sind wie die internen Forschungsabteilungen. «Wer glaubt, alle Antworten im eigenen Unternehmen zu finden, irrt sich», heisst es daher in der «Global CEO Study 2006».

Kurshinweis: Mit PEP an die Arbeit

Weniger Stress, dafür mehr Übersicht und Gelassenheit. In diesem Kurs erfahren Sie, wie Sie Ihre Arbeit leichter meistern und mehr Zeit für Wichtiges finden.

Der kaufmännische Verband führt am 13. November 2007 diesen Kurs mit Willy Knüsel als Kursleiter durch. Nähere Informationen erfahren Sie hier
http://www.sfw.ch/80/Seminare/Administration.html





Wenn Sie Zahlen kommunizieren möchten

Je konkreter und bildhafter Ihre Sprache ist, desto eher bleibt Ihre Rede oder Ihr Brief-, Medienmitteilungs- oder Broschürentext im Gedächtnis haften. Dumm nur, dass Zahlen – insbesondere grosse wie z.B. 374'266 – für unser Gehirn so wenig konkret und bildhaft sind.

Zahlen gilt es deshalb zurückhaltend einzusetzen. Wenn Sie in Ihrem Referat oder Text unbedingt Zahlen nennen müssen, so beschränken Sie sich auf die Wichtigsten ein bis (maximal!) drei Zahlen. Und haben Sie den Mut, zu runden: Reden Sie von knapp 375'000 Eintritten/Franken/Mitgliedern, denn mit runden Zahlen kann unser Hirn viel besser umgehen als mit komplizierten genauen Zahlen.

Runden Sie grosszügig

Deshalb runden Sie eine Zahl wie 237'364 am besten auf «knapp eine Viertelmillion», 63,2 Prozent auf «knapp zwei Drittel» – solche Zahlen können wir uns besser vorstellen und bleiben uns deshalb auch eher im Gedächtnis.

Wenn Sie nun von Messresultaten oder Ihrem Jahresumsatz sprechen, kann das grosszügige Runden evtl. problematisch sein. Dies können Sie jedoch elegant lösen, indem Sie in Ihrem Referat von einer «knappen Viertelmillion» sprechen, in Ihren Folien hingegen die genaue Zahl schreiben, oder indem sie «gut drei Viertel» schreiben und dazu eine Kuchengrafik mit den genauen Prozentzahlen abbilden.

Eine Grafik sagt oft mehr als viele Zahlen

Überhaupt ist es meist sehr hilfreich, Zahlen und Grössenverhältnisse in Grafiken zu verdeutlichen. Bei einer Präsentation lohnt sich deshalb der kleine Zeitaufwand, Zahlenmaterial als Grafik darzustellen. Je nachdem, ob es um Grössenverhältnisse oder Entwicklungen geht, wählen Sie besser ein Kuchen- oder ein Liniendiagramm. Für die – erfahrungsgemäss meist sehr kleine – Minderheit jener, die es genau wissen wollen, können Sie immer noch die Detailzahlen in einer Tabelle in gedruckter Form mitgeben.

Entwicklung von Gewinn und Umsatz über die Jahre hinweg: Linien- oder Balkendiagramme sind aussagekräftiger als Zahlenreihen.

Grössenverhältnisse lassen sich am besten mit Kuchendiagrammen ausdrücken, wobei die geeignete Farbwahl Klarheit auf einen Blick schafft: z.B. grün für Positives, Rot für Negatives und eine neutrale Farbe für den Rest.


Die Rubrik „Kommunikation“ wird verfasst durch Kommunikationsexpertin:
Myriam Holzner, Kürze&Würze GmbH, Bern, www.kuerzeundwuerze.ch holzner@kuerzeundwuerze.ch





Englisch-Tipps für deutsch Sprechende

Mit der nachfolgenden Übung können Sie typisch deutsche Englischfehler verlernen. Also was ist hier falsch? Die Antworten finden sie am Schluss.

1.

He has more money as I. That’s why he lives so much better.

2.

The weather is not good since we came.

3.

He wants that everything pleases her.

4.

When you are not gone in one minute I will call the police.

5.

We caught sight of him in the near of the town hall.

6.

The woman really had dark hairs, but head bleached them blond.

7.

Caruso is considered as the world’s greatest tenor.





Outlook: Anstatt Verteilerliste mit Kategorien arbeiten

Anstelle von Verteilerlisten können Sie auch mit Kategorien arbeiten. Wie Sie das machen, finden Sie nachfolgend:

Wenn Sie ein E-Mail an eine bestimmte Gruppe von Kontakten schicken wollen, lassen Sie sich den Kontaktordner in der Ansicht «Nach Kategorie» anzeigen. Die Kategorien erscheinen daraufhin als Gruppierungsüberschriften.

Per Mausklick markieren Sie nun die Überschrift der Gruppe, an die Sie eine E-Mail schicken wollen. Danach wählen Sie Aktionen / Neue Nachricht an Kontakt. Outlook weist Sie darauf hin, dass sich die Aktion auf alle Elemente der ausgewählten Gruppe auswirkt, und eventuell auch, dass manche Kontakte keine E-Mail-Adresse haben (diesen Kontakten sollten Sie aber ohnehin keine Kategorie zuweisen, die speziell für Verteilerlisten gedacht ist). Bestätigen Sie die Meldungen jeweils mit Ok.

Outlook erstellt nun ein neues E-Mail in welchem im Feld An… bereits die Empfängeradressen automatisch eingefügt wurden. Falls Sie die Adressen lieber im Feld Cc… oder Bcc… einfügen wollen, setzen Sie den Cursor ins Feld An… und drücken Sie Ctrl + A, um alle Einträge zu markieren. Dann drücken Sie Ctrl + X, um sie auszuschneiden. Und nachdem Sie den Cursor ins Feld Cc… oder Bcc…  gesetzt haben, drücken Sie Ctrl + C, um die Empfänger-Adressen wieder einzufügen.

Bedenken Sie auch, dass Sie einem Kontakt mehrere Kategorien zuweisen können.

Wenn Sie also einen Kontakt einer weiteren (Verteilerlisten-)Kategorie zuordnen möchten, ziehen Sie die den entsprechenden Kontakt einfach auf die gewünschte Gruppierungsüberschrift.



Recht: Fristlose Entlassung aus Arbeitszeugnis ersichtlich

Das Datum auf einem Arbeitszeugnis sollte dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses entsprechen, nicht dem letzten Arbeitstag.

Ein mitten im Monat datiertes Zeugnis deutet auf eine fristlose Entlassung hin. Aus diesem Grund hat das Arbeitsgericht Zürich einen Arbeitgeber verpflichtet, das Zeugnis eines zu Unrecht fristlos entlassenen Angestellten auf den letzten Tag der ordentlichen Kündigungsfrist zu datieren.

Die Arbeitsrichter argumentierten, ein vorzeitiges Datum deute auf eine gerechtfertigte fristlose Kündigung. Ein solche liege aber nicht vor.

(Arbeitgericht Zürich, Urteil AN51032 vom 3.7.2006)



AufgeLesen: Glück ist machbar

Glück hängt nicht von positiven Umstände oder dem Schicksal ab, nein, Glück ist machbar. Vorausgesetzt, man ist motiviert genug, kann man mit zwei einfachen Strategien ein glücklicher Mensch werden: Es reicht aus, sich in Dankbarkeit zu üben und anderen Menschen gegenüber hilfsbereit zu sein.

In einer Studie mussten die Teilnehmer einen Glücksfragebogen ausfüllen. Die eine Hälfte der Teilnehmer musste zusätzlich pro Woche fünf Dinge aufschreiben, für die sie dankbar waren. Nach Ablauf von sechs Wochen gaben die Probanden wiederum Auskunft über ihren Glückszustand. Und siehe da: Diejenigen, die das Gute aufgeschrieben hatten, waren deutlich zufriedener und glücklicher als vorher.

Es fällt demzufolge schwer, unzufrieden, feindselig oder verbittert zu sein, wenn man für etwas dankbar ist, so die Erklärung der Psychologen.

In einer zweiten Studie mussten Versuchspersonen pro Woche fünf «gute Taten» tun. Die eine Gruppe sollte sich an einem einzigen Tag altruistisch verhalten, die andere Gruppe sollte die fünf «gute Taten» über die Woche verteilen. Danach wurde mit einem Fragebogen wiederum der Glückszustand ermittelt.

Das Ergebnis: Wer an einem einzigen Tag ein Gutmensch war, verzeichnete einen auffälligen Anstieg an Zufriedenheit und Wohlbefinden. Ein Effekt, der bei der Gruppe, die ihre guten Taten über eine Woche verteilte, nicht auftrat.

Da es sich bei den guten Taten um kleine Freundlichkeiten handelte, vermuten die Forscher, dass sich die Teilnehmer ihre Freundlichkeiten weniger merkten, wenn sie sie über eine Woche hinweg verteilten.

Wer sich dagegen bewusst ist, dass er Gutes tut, bekommt eine «geballte Ladung» positiver Effekte zurück: Man wird von anderen gemocht, man bekommt Dankbarkeit zu spüren, man hat das Gefühl, Sinnvolles zu tun.



Rätsel:Rosen

Was für Rosen stecken nicht im Busch, aber in Hosen?

Lösung: Brüder und Schwestern

Ein Junge hat ebenso viele Schwestern wie Brüder, und seine Schwestern haben halb so viele Schwestern wie Brüder.

Wie viele Brüder und Schwestern gibt es in dieser Familie?

4 Brüder und 3 Schwestern.

 

Lösungen Englisch-Tipps

1.

He has more money than I. That’s why he lives so much better.

«As» = «als» im Sinne von gleichwertig
Beisp.:I have as much money as you.
«Than» = «als» im Sinne von unterschiedlich
Beisp.: I have more money than you.

2.

The weather has not been good since we came.

Deutsch Sprechende verwenden oft Vergangenheit und Gegenwart in einem Satz. Im Englischen gibt es dafür das Present Perfect, sobald etwas in der Vergangenheit begonnen hat, aber noch in die Gegenwart hineinreicht.

3.

He wants that everything to please her.

«I want that he …» ist im Englischen ungebräuchlich. Richtig «I want him to…»

4.

If you are not gone in one minute I will call the police.

Sehr oft wird «when» mit «if» verwechselt. «When» meint aber immer eine Zeit, «if» eine Bedingung.

5.

We caught sight of him in the near of the town hall.

Verdeutschtes Englisch

6.

The woman really had dark hair, but head bleached it blond.

«Hair» gehört zu den Worten, von denen nur bei einer Änderung der ursprünglichen Bedeutung ein Plural gebildet werden kann.

7.

Caruso is considered to be the world’s greatest tenor.

Im Deutschen heisst es: Man betrachtet ihn als Verrückten. Im Englischen dagegen: I consider him to be crazy. Das Hilfsverb «to be» könnte auch weggelassen werden: I consider him crazy.



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