Mehr Produktivität im Büro


Grüezi

Wir leben im Informations- und Kommunikationszeitalter. Wir kommunizieren „digital“ mit der ganzen Welt – fast jeder ist erreichbar…

…und wie sprechen wir miteinander? Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Fähigkeit, wirklich miteinander zu sprechen, immer mehr verloren geht.

In unserem Hauptartikel finden Sie einige Kommunikationstipps für die Praxis.

Kommunikative Grüsse

Willy Knüsel




Lesen Sie heute:



 

Sprüche der Woche:

"Der Ursprung aller Konflikte zwischen mir und meinen Mitmenschen ist, dass ich nicht sage, was ich meine, und dass ich nicht tue, was ich sage."
Martin Buber

„Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen.“
Karl Jaspers (1883-1969), dt. Philosoph

„Phrasen sind das Falschgeld der Kommunikation.“
Prof. Dieter Stolte

„Zu viele Menschen machen sich nicht klar, dass wirkliche Kommunikation eine wechselseitige Sache ist.“
Lee Iacocca

„Alle reden von Kommunikation, aber die wenigsten haben sich etwas mitzuteilen.“
Hans Enzensberger

„Es gibt keine grössere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.“
Elias Canetti





Cartoon der Woche:







Wie Sie wirkungsvoll Kommunizieren

Solange Ihr Gesprächspartner Ihre Meinung teilt oder ähnlich denkt, fühlt und handelt wie Sie, ist Kommunikation relativ einfach. Schwieriger wird es jedoch, wenn Ihr Gegenüber anders denkt, fühlt und spricht als Sie.

Kommt noch Zeit- und Erfolgsdruck dazu – was ja in unserem Arbeitsalltag nicht selten vorkommt – so stossen wir nicht selten an unsere kommunikativen Grenzen.

Hier beginnt die Kunst der Kommunikation. Sind Sie unter solchen Umständen fähig, wirkungsvoll zu kommunizieren, dann können Sie sich und Ihre Mitarbeiter beflügeln und überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen.


Kommunikations-Tipps:

  • Stehen Sie hinter Ihren Aussagen und Handlungen. Seien Sie kein Fähnchen im Wind, das einmal so und das andere Mal so spricht. Erst wenn Sie in Ihren Aussagen und Handlungen konsequent sind, sind Sie für Ihre Kollegen und Mitarbeiter glaubwürdig und berechenbar.
  • Hören Sie aktiv zu bevor Sie sprechen. Das bedeutet: Erst zuhören, dann verstehen, eventuell nachfragen, dann auswerten und erst jetzt reagieren.
  • Sprechen Sie beteiligte Personen namentlich und direkt an.
    Also nicht:   Man sollte das tun
                      Es wäre toll, wenn wir eine Aktion machen könnten.
    Besser:        Ich werde das bis morgen Abend erledigen.
                      Herr Huber, können Sie das bis Ende Woche liefern.
                      Frau Meier, bitte bereiten Sie die Aktion bis zur nächsten Sitzung vor.
  • Streichen Sie die Wörter „müsste“, „könnte“, „sollte“ aus Ihrem Vokabular.
    Damit geben sie Ihren Aussagen Sicherheit und Gewissheit und Sie kommunizieren mit mehr Selbstvertrauen.
  • Klären Sie Ihre Einstellung gegenüber Ihren Kommunikationspartnern. Das bedeutet: versuchen Sie Ihren Gesprächspartner zu verstehen und seinen Standpunkt zu akzeptieren. Aus einer solchen Position ist es viel leichter, Lösungen zu erarbeiten und Win-Win-Situationen zu erlangen.
  • Stellen Sie konkrete Fragen, denn unklare Fragen ergeben unklare Antworten. Also: Wieviel kostet das? Wann genau sind Sie fertig? Was erwarten Sie in diesem Punkt von mir? Was genau ist das Ziel dieser Aktion?
  • Stellen Sie nur eine Frage aufs Mal, sonst beantwortet Ihr Gesprächspartner jene, die ihm besser liegt.
  • Vereinbaren sie konkrete Termine. Streichen Sie Wörter wie „dringend“ / „so bald als möglich“ / „gelegentlich“ / „so gegen“ usw.
    Besser: Können Sie mir die Zahlen bis heute Abend liefern?

Nachfolgend einige problematische Wörter und Redewendungen:

Sagen Sie „und“ statt „aber“, denn "aber" macht alles zunichte, was Sie gesagt haben.
Beispiel:        "Ja, das ist gut, aber Sie sollten…"
Besser:          "Ja, das ist gut, und wenn Sie …"

"Und" statt "trotzdem": Auch in diesem Fall ist "und" besser, denn "trotzdem" suggeriert, dass es Ihnen eigentlich egal ist, welche Wünsche, Erwartungen, Zweifel oder Fragen der Gesprächspartner hat.
Beispiel:        "Ich verstehe, dass Sie sich nicht gleich entscheiden wollen,
                        trotzdem wäre es besser…".
Besser:          "Ich verstehe, dass Sie sich nicht gleich entscheiden,
                        und darum sollten wir über …"

Vermeiden Sie ein schroffes "doch": "Doch" hat gewöhnlich eine sehr negative Wirkung auf den Gesprächspartner.
Beispiel:        "Doch! Das machen wir so!"
Besser:          "Ich halte es für richtig, dass wir das so machen."

Vermeiden Sie auch ein direktes "Nein".
Beispiel:        "Nein, ich habe keine Zeit!" oder "Nein, das gefällt mir nicht."
Besser:          "Das gefällt mir in dieser Form nicht." oder:
                        "Ich habe dafür im Moment keine Zeit."

Streichen Sie "nur" und "bloss" aus Ihrem Sprachgebrauch. Denn damit spielen Sie Ihre Äusserungen herunter. Also stehen Sie zu Ihren Ansichten.
Beispiel:        “Ich sage bloss meine Meinung." oder "Es ist nur meine Idee."
Besser:          "Ich sage meine Meinung." oder "Das ist meine Idee."





Englisch-Tipps für deutsch Sprechende: False friends

False friends - das sind englische Wörter, die deutschen Begriffen ähnlich klingen, aber etwas völlig anderes bedeuten:

False friend Richtig Beispiel
Hausaufgaben the housework (Hausarbeit) the homework The teacher gave a lot of homework.
Hausmeister The housemaster (Heimleiter/Internat) the caretaker The caretaker is cleaning the hall.
irritieren to irritate (verärgern) to confuse He was confused by the instructions.
Kaution caution (Vorsicht) the bail, deposit He is out of prison on bail.
Konfession the confession (Beichte, Geständnis) the religious denomination His religious denomination is catholic.
kompetent competent (zuständig) qualified She is a qualified worker.



 

Gesundheit am Arbeitsplatz: Bewegtes Sitzen gegen Rückenprobleme

Eine der Hauptursachen für Rückenprobleme ist Bewegungsmangel. Deshalb heisst die erste Regel zur Vorbeugung oder zur Verminderung: Bewegung!

Das bedeutet nun nicht, dass Sie im Trainings-Outfit am Arbeitsplatz erscheinen müssen, um irgendwelche sportlichen Aktivitäten zu absolvieren. Es heisst ganz einfach, dass Sie sich ohne grossen Aufwand so viel Bewegung wie möglich erlauben.

Nachfolgend einige Tipps, wie Sie das erreichen:

  • Stehen Sie so oft wie möglich auf (z.B. immer, wenn Sie telefonieren, wenn Sie etwas lesen müssen, etc.).
  • Machen Sie Stehsitzungen (Besonders geeignet für Gespräche zu zweit oder zu dritt). Zusatznutzen: solche Sitzungen sind effektiver und zeitsparend.
  • Strecken Sie sich und Ihre Wirbelsäule mehrmals täglich.
  • Machen Sie mit dem Becken Kreisbewegungen im Sitzen, während Sie am Arbeiten sind.
  • Kreisen Sie Ihre Schultern oder ziehen Sie sie hoch und lassen Sie sie fallen, während Sie E-Mails bearbeiten.

Die Idee des bewegten Sitzens ist es, den Körper so wenig wie möglich in einer statischen (also bewegungslosen) Position zu halten. Seien Sie also erfinderisch, wenn es darum geht, sich regelmässig Bewegung zu verschaffen.

Daneben gibt es natürlich verschiedene Hilfsmittel, die bewegtes Sitzen unterstützen und fördern:

  • Sitzball (etwas gross, aber sehr effektiv)
  • Spezielles luftgefülltes Sitzkissen, welches Sie automatisch in ständiger Bewegung hält
  • Speziell hierfür konzipierte Stühle und Hocker.

Zusammenfassung: Mit wenig Aufwand können Sie bereits viel erreichen, nämlich Ihr Wohlbefinden steigern und Rückenprobleme vermindern.

Die Rubrik „Gesundheit am Arbeitsplatz“ wird betreut durch unsere Mitarbeiterin Viviana Abati, Arbeitspsychologin und Spezialistin für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Infos und Kontakt: info@mehrleisten.ch





Recht: Was ist eine Mediationsklausel?

Mediation ist als Konfliktlösungsmethode eine Alternative zu Gerichtsprozessen. Hier bearbeiten die Streitparteien ihren Konflikt mit einem Mediator, der ihnen hilft, selbst eine Lösung zu finden. Allerdings ist stets die schriftliche Vereinbarung einer etwa wie folgt lautenden Mediationsklausel notwendig:

"Alle aus dem oder in Verbindung mit dem vorliegenden Vertrag sich ergebenden Differenzen sind durch Mediation nach den Mediationsregeln der Schweizerischen Kammer für Wirtschaftsmediation beizulegen. Bis zur Beendigung der Mediation wird auf das Einleiten ordentlicher Klagen verzichtet."

Die Rubrik „Recht“ wird betreut durch die Rechtsanwälte der www.aarejura.ch





AufgeLesen: Routine macht den Kopf frei

E-Mail beantworten, Aktenarbeit, Tabellen erstellen – solche Routinearbeiten sind oft sterbenslangweilig. Aber Sie haben auch eine gute Seite – Arbeiten, die routiniert erledigt werden können, verschaffen den nötigen Freiraum für neue Ideen.

Das zeigte sich jedenfalls bei einer Studie mit ca 300 Angestellten, die von Psychologen durchgeführt wurde (Journal of Organizational Behaviour, 3/2006).

Die Analysen ergaben, dass Routinearbeiten nicht abstumpfen lassen, sondern – im Gegenteil – die Kreativität und das Innovationsvermögen erhöhen. Dieser Effekt zeigte sich jedoch nur bei Befragten, die komplexe Jobs hatten und die viel Entscheidungsfreiraum hatten.

Denn Mitarbeiter, die unter mittlerem Zeitdruck stehen und sehr autonom und selbstbestimmt arbeiten können, fühlen sich verantwortlicher für ihre Tätigkeit als solche, die fremdbestimmt arbeiten müssen. Sie bringen sich persönlich mehr ein, denken eher über ihre Tätigkeit nach und entwickeln mehr Lösungen und neue Ideen, die sie dann auch umsetzen. Und in diesem Zusammenhang machen Routinetätigkeiten den Kopf frei für neue Gedanken und Ideen.

Im Gegensatz dazu empfinden Mitarbeiter, die sehr einfache Jobs verrichten und kaum Autonomie und Kontrolle über ihre Tätigkeit haben, Routinearbeiten eher als belastend und langweilig.
 


Rätsel: Zahlenreihe

1
11
21
1211
111221

Wie lautet die nächste Zeile?



Lösung: Was ist gemeint?

Bundesrat Merz hat einen Kurzen, Arnold Schwarzenegger einen Langen, Ehepaare benutzen ihn oft gemeinsam, ein Junggeselle hat ihn für sich allein, Madonna hat keinen, und der Papst benutzt ihn nie. Was ist gemeint?
Der Nachname




Knüsel Management AG, Bielstrasse 44, CH-4500 Solothurn
Telefon: 032 621 76 33 / E-Mail: info@mehrleisten.ch

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