Mehr Produktivität im Büro


Grüezi

Kennen Sie das? Sie sollten dem Kunden bis am Mittag antworten, Ihr Kollege unterbricht Sie schon wieder, und auch der Chef verlangt nach einer Information. Sie suchen in einem Stapel nach Unterlagen, das Telefon klingelt. Der Computer macht mit glockenhellen Pings auf hereinkommende E-Mails aufmerksam. Endlich haben Sie die Zahlen für den Chef zusammen und wollen sich wieder Ihrem Kunden widmen, da klingelt das Handy – Sie fühlen sich gehetzt und genervt, würden am liebsten alles hinschmeissen. Dabei ist es erst elf Uhr vormittags.

In unserem Hauptartikel finden Sie Strategien, um der Stress-Falle zu entkommen.

Ihr
Willy Knüsel





Lesen Sie heute:




Sprüche der Woche:

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mahatma Gandhi (1869-1948)

Zeitmanagement ist Unsinn. Sie können die Zeit nicht managen - nur Ihr Verhalten.
Michael Kastner

Der moderne Mensch ist eine Biomasse mit Terminkalender. (Ist der Manager von heute damit korrekt beschrieben? Eine Biomasse mit Terminkalender? Oder müsste es nicht präziser heissen - mit Notebook oder Palmtop?).
unbekannt

Sich zu Tode zu arbeiten, ist die einzige gesellschaftlich anerkannte Form des Selbstmords.
unbekannt


Cartoon der Woche:








Wie Sie mit Zeit und Energie haushälterisch umgehen

Obwohl uns immer raffiniertere Hilfsmittel eine Menge Arbeit abnehmen oder sie vereinfachen, fühlen wir uns gestresst. Oder liegt es vielleicht gerade an diesen Hilfsmitteln, denen wir Menschen noch nicht gewachsen sind?

Neben eigenen überzogenen Ansprüchen ist es das rasante Alltagstempo, mit dem viele Menschen nicht mehr zurechtkommen.

In einer Gesundheitsbefragung vor vier Jahren gaben 44 Prozent aller Personen an, unter starken nervlichen Belastungen am Arbeitsplatz zu leiden. Der Preis ist immens: Das Staatssekretariat (Seco) schätzt, dass die krankheits- und unfallbedingten Kosten durch Stress jährlich mit etwa 4,2 Milliarden Franken zu Buche schlagen.

Nachfolgend einige einfache Tipps, wie Sie mit Zeit und Energie besser, das heisst vor allem haushälterischer umgehen können:

Prioritäten setzen: Nicht alles, was dringend scheint, ist auch wichtig Erledigen Sie zuerst das Wichtige. Vor allem: Checken Sie nicht jede Stunde Ihren E-Mail-Posteingang. Schalten Sie Ihr Handy auch mal ab, zum Beispiel, wenn Sie auf dem Festnetz erreichbar oder wenn Sie Autofahren oder beim Mittagessen und am wichtigsten, wenn Sie konzentriert arbeiten wollen.

Schluss mit Aufschieben: Erledigen Sie unangenehme Pendenzen zuerst. Denn unangenehme Aufgaben vor sich her zu schieben, kostet enorm viel Energie und blockiert Ihren Geist bei anderen Tätigkeiten.

Weg mit Papierstapeln: Das Durchsuchen von Papierstapeln nervt und kostet unnötig Zeit. Zudem versperren Papierberge den Platz auf Ihrem Pult. Richten Sie sich Projektorientierte Hänge- oder Stehmappen (Mappei-System) ein. Dorthin kommen alle Unterlagen, die Sie nicht gerade benötigen und bei Bedarf haben Sie blitzschnellen Zugriff.

Keine übertriebener Perfektionismus: Quälen Sie sich nicht mit überhöhten Ansprüchen. Sie sollen Ihre Arbeit gut machen, nicht perfekt, ausser „perfekte Arbeit“ ist explizit erwünscht. Dann haben Sie aber auch die nötige Zeit zur Verfügung.

In der Agenda Freiraum lassen: Machen Sie eine Wochenplanung, aber verplanen sie höchstens 60% Ihrer Zeit. So bleibt Raum für Spontanes. Planen Sie konsequent und regelmässig genügend Zeit für sich selber ein. Einen Wohlfühltag zum Entspannen zum Beispiel oder einen Abend mit Freunden.

Aufgaben delegieren: Sie müssen nicht alles selber machen. Überlegen Sie sich, was Sie besonders gut können und legen Sie das Gewicht Ihrer Arbeit auf solche Tätigkeiten. Alles andere versuchen Sie zu delegieren und zwar an interne und externe Auftragnehmer. Es macht keinen Sinn, wenn Sie eine PR-Nachricht verfassen und Sie auf Kriegsfuss mit Texten stehen. Oder Sie haben Mühe mit Zahlen, dann finden Sie jemanden, der das gerne macht.




 

Englisch-Tipps für deutsch Sprechende

Mit der nachfolgenden Übung können Sie typisch deutsche Englischfehler verlernen. Also was ist hier falsch? Die Antworten finden sie am Schluss.

1. I cannot speak French and you also cannot speak French.
2. I have driven always my car to work and have never had an accident.
3. The man that you met on the street yesterday is my brother.
4. The man that you met on the street yesterday is my brother.
5. It is time for you an I to go home now, for it is late.
6. In 1950, 5’000 less people were struck by this illness than a decade before.
7. If you have no money, what happens to me quite often, you will just have to work for a change.






Outlook: Wie Sie im Kalender einen feineren Zeitraster einstellen

Der Outlook-Kalender ist standardmässig mit einem Halbstunden Raster eingeteilt. Die zeitliche Auflösung in der senkrechten Leiste mit den Uhrzeiten lässt sich jedoch verändern und zwar zwischen 5 und 60 Minuten.

Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste direkt in den grauen Bereich in welchem die Stundeneinteilung Ihres Kalenders steht. Es öffnet sich ein Kontextmenü, wo Ihnen die Optionen für die zeitliche Auflösung zur Verfügung stehen: 60 Minuten bedeutet, dass jede Stunde nur eine Zeile im Kalender einnimmt; bei einer Auflösung von 5 Minuten besteht eine Stunde aus 12 Zeilen. Wählen Sie einfach das gewünschte Zeitraster aus, damit Ihre Termine so übersichtlich angezeigt werden, wie Sie es gerade möchten.



 

Recht: Die Bedeutung des Konkurrenzverbots (Teil 1)

Oft hört man, das Konkurrenzverbot in Arbeitsverträgen sei ohne Bedeutung und sowieso nicht durchsetzbar. Das stimmt jedoch so nicht. Ein Konkurrenzverbot ist keine Leerformel. Ignorieren Beschäftigte eine korrekt vereinbarte Konkurrenzklausel, hat der Arbeitgeber Anrecht auf Schadenersatz.

Der Konkurrenzklausel sind jedoch enge Grenzen gesetzt, welche wir hier und in zwei folgenden Beiträgen aufzeigen wollen:
Das Gesetz enthält kein Konkurrenzverbot über das Arbeitsverhältnis hinaus. Das heisst: Ohne eine anders lautende Abmachung kann ein Arbeitnehmer nach dem Verlassen einer Stelle jeden neuen Job annehmen – und auch den vorherigen Arbeitgeber direkt konkurrenzieren. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können aber im Arbeitsvertrag ein solches Verbot schriftlich vereinbaren. Aber nur in engen Grenzen:

  • Das Konkurrenzverbot ist nur gültig, wenn es von beiden Parteien unterzeichnet wird. Es reicht nicht, wenn im Vertrag ein Verweis auf ein entsprechendes Anstellungsreglement enthalten ist.
  • Ein Konkurrenzverbot ist lediglich gültig, wenn es eine Tätigkeit in einer Firma untersagt, welche tatsächlich deckungsgleiche Angebote auf den Markt bringt.
  • So konkurrenziert zum Beispiel ein Glashandelsgeschäft keine Fensterfabrik und ebenso wenig ein Weinhändler einen gastgewerblichen Betrieb.
  • Wer über ein Temporärbüro an eine Stelle vermittelt wird, hat das Recht, einen ordentlichen Vertrag mit der Firma, in der er arbeitet, abzuschliessen. Ein temporärer Arbeitgeber kann kein Konkurrenzverbot verlangen.

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe.




 


Rätsel: Worträtsel

Mit M umschliesst es manchen Garten,
mit D trotzt es der Zeiten Lauf,
mit B muss es den Acker warten,
mit L stehen Jäger oft darauf.




Lösung: Lügenbolde

Ein paar Leute sitzen an einem runden Tisch. Ein gewisser Teil sind stets Lügner, die anderen sagen stets die Wahrheit. Jeder behauptet über seinen Sitznachbar, er sei ein Lügner. Eine Frau meint: "Es sitzen 47 Leute an diesem Tisch." Daraufhin schlägt ein Mann verärgert mit der Faust auf den Tisch und sagt: "Das stimmt nicht, sie ist eine Lügnerin. Es sitzen 50 Leute am Tisch."

Wie viele Leute sitzen denn nun am Tisch?

Da jeder behauptet, neben einem Lügner zu sitzen, muss immer ein Lügner neben einem der die Wahrheit sagt sitzen. Also gibt es eine gerade Anzahl von Personen, also sagt der Mann die Wahrheit und es sitzen 50 Personen am Tisch.




Lösungen Englisch-Tipps

1.

I cannot speak French and you also cannot speak French either.

Also und too verwendet man bei positiven Aussagen.

2.

I have always driven my car to work and have never had an accident.

Adverbs of time stehen vor dem Verb, wenn es nur ein Verb gibt. Bei Sätzen mit Hilfsverb und Verb stehen sie dazwischen und bei Sätzen mit to be hinter to be.

3.

The man that you met on the street yesterday is my brother.

Der Satz wird von deutsch Sprechenden oft als verkehrt angesehen, weil sie nicht wissen, dass man nicht nur who, sondern auch that als Relativpronomen verwenden kann.

4.

We didn’t expect so many people at the party.

Much wird bei messbaren Quantitäten, many bei zählbaren Sachen verwendet.

5.

It is time for you and me to go home now, for it is late.

Deutsch Sprechende prägen sich die als Subjekt richtige Verwendung you and I so gut ein, dass sie sie oft auch im falschen grammatikalischen Zusammenhang verwenden.

6.

In 1950, 5’000 fewer people were struck by this illness than a decade before..

Less wird bei messbaren Quantitäten, few bei zählbaren Sachen verwendet.

7.

If you have no money, which happens to me quite often, you will just have to work for a change.

Das Relativpronomen heisst im Englischen which und nicht what.




Knüsel Management AG, Bielstrasse 44, CH-4500 Solothurn
Telefon: 032 621 76 33 / E-Mail: info@mehrleisten.ch

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