Grüezi
Ein Spaziergänger geht durch den Wald und begegnet einem Waldarbeiter,
der hastig und mühselig damit beschäftigt ist, einen gefällten Baum in
Stücke zu zersägen. Der Spaziergänger tritt näher heran, um zu sehen,
warum der Holzfäller sich so abmüht, und sagt dann. „Entschuldigen Sie,
aber mir ist aufgefallen: Ihre Säge ist ja total stumpf! Wollen Sie sie
nicht einmal schärfen?“ Darauf stöhnt der Waldarbeiter erschöpft auf:
„Dafür habe ich wirklich keine Zeit – ich muss diesen Baumstamm bis zum
Abend zersägen!“ Dieser Waldarbeiter hat unseren Artikel über
Prioritäten setzten offensichtlich nicht gelesen. Und Sie
...?
Willy Knüsel
Lesen Sie heute:
Sprüche der Woche:
„Alles auf einmal tun wollen zerstört alles auf einmal.“ Georg
Christoph Lichtenberg, deutscher Physiker (1742 - 1799)
„Ich jage niemals zwei Hasen auf einmal.“ Otto von Bismarck,
deutscher Politiker (1815 - 1898)
Cartoon der Woche:
Wie Sie mit Prioritäten setzen effektiver werden
Um seine Ziele zu erreichen, ist es enorm wichtig, Prioritäten zu
setzen und danach zu handeln. Nur zu oft wird aber das Aufschieben von
Aufgaben damit entschuldigt, dass man Prioritäten setzen müsse. Und gerade
das ist mit Prioritäten setzen nicht gemeint. Weiter meinen viele Manager
oder Sachbearbeiter, sie setzten Prioritäten, wenn Sie dringende Arbeiten
erledigen. Auch das hat mit Prioritäten setzen nicht viel zu tun. Denn Sie
handeln reaktiv und nicht proaktiv. Und genau das heisst es:
Prioritäten setzen heisst, proaktiv wichtige Aufgaben anzugehen. Aber wie
erkennen Sie, welche wichtig sind und welche nur dringend? Um in der
Lage zu sein, Prioritäten zu setzen, müssen Sie wissen, welche Ziele Ihr
Unternehmen verfolgt und welche Hauptprozesse in Ihrem Job dazu beitragen,
diese Ziele zu erreichen. Sind Sie z.B. Verkäufer, so sind Ihre
Hauptprozesse die Akquisition von Neukunden und die aktive Betreuung von
Kunden. Wenn Ihnen das klar ist, dann erledigen Sie als Verkäufer nicht
tagelang Bürokram, nur weil Sie im Moment keine Lust haben, aktiv am Markt
zu agieren. Das Prioritäten-Prinzip unterscheidet also zwischen wichtig
und dringend, und wichtig sind Aufgaben, die Sie Ihren Zielen näher
bringen. Wichtige Aufgaben sind deshalb ergebnisorientiert und erzielen
Wirkung. Ein einfaches, aber sehr hilfreiches Mittel, Aufgaben zu
klassieren, ist das Eisenhower-Prinzip. Der US-General und spätere
Präsident Dwight D. Eisenhower unterteilte alle Aufgaben in „wichtig“ oder
„nicht wichtig“ und „dringend“ oder „nicht dringend“, um mit seinen
Mitarbeitern Aktivitäten und Prioritäten festzulegen.
Die folgende
Grafik veranschaulicht das Eisenhower-Prinzip:

Die Vorteile des Eisenhower-Prinzips:
- Sie haben ein klares und einfaches Entscheidungsprinzip für Ihre
Aufgaben- und Zeitplanung
- Sie entkommen der „dringend“ Falle
- Es hilft Ihnen, Prioritäten zu setzen und entsprechend zu handeln
Tappen Sie nicht in die „dringend“-Falle!
Passiert Ihnen das auch? Sie erledigen Arbeiten und Aufgaben
sofort, welche interne oder externe Kollegen als dringend, eilig oder als
Notfall tituliert haben – und bei näherer Betrachtung entpuppen sie sich
als unwichtig oder delegierbar und oft nicht einmal als dringend. Also
was tun in einer solchen Situation? Sagen Sie, dass Sie selber an einer
wichtigen Arbeit seien und fragen Sie nach, wie wichtig die „dringende“
Aufgabe sei und wer anders diese Arbeit auch tun könnte (Was passiert,
falls die Aufgabe nicht sofort erledigt wird?). Sagen Sie auf jeden
Fall nein zur sofortigen Erledigung, wenn die Aufgabe nicht wichtig ist.
Machen Sie aber einen Vorschlag, wer sonst die Arbeit erledigen könnte
oder dass Sie die Aufgabe bis beispielsweise morgen Abend ausführen
könnten.
Englisch-Tipps für deutsch Sprechende: False friends
False friends - das sind englische Wörter, die deutschen Begriffen
ähnlich klingen, aber etwas völlig anderes bedeuten:
|
False friend |
Richtig |
Beispiel |
| landen |
land (anlegen, landen) |
end up |
After four months at the reception I ended up in the
marketing department. |
| Revision |
revision (Überarbeitung) |
appeal |
We absolutely must lodge an appeal. |
| selbstbewusst |
self-conscious (unsicher) |
self-confident |
She seemed very self-confident during the
meeting. |
| Silikon |
silicon (Silizium) |
silicone |
Our company produces silicone. |
| transpirieren |
transpire (passieren, sich ergeben) |
perspire |
He perspired noticeably during the
presentation. |
| überschlafen |
oversleep (verschlafen) |
sleep on sth. |
I’d like to sleep on
it. |
Outlook: Deaktivieren Sie die Benachrichtigung über neue E-Mails
Schalten Sie die Benachrichtigung über neu eingetroffene E-Mails ab.
Sie werden dadurch nur abgelenkt oder sogar dazu motiviert, eine wichtige
Arbeit zu unterbrechen oder noch schlimmer, diese zu verschieben. Auch
wenn Sie nur kurz ins E-Mail schauen, verlieren Sie Ihre Konzentration.
Sie werden nach jeder Unterbrechung, auch wenn sie nur einige Sekunden
dauert, wieder einige Minuten brauchen, um sich wieder voll konzentrieren
zu können (Untersuchungen haben gezeigt, dass es nach Unterbrechungen bis
zu 20 Minuten dauern kann, bis wieder die volle Konzentration da
ist). So deaktivieren Sie die visuelle und akustische Benachrichtigung
über neue E-Mails:
- Wählen Sie Extras /
Optionen
- Klicken Sie auf der Registerkarte Einstellungen auf
E-Mail-Optionen
- Weiter auf Erweiterte E-Mail-Optionen
- Entfernen Sie dort alle Haken in der Rubrik „Beim Eintreffen neuer
Elemente im Posteingang“
Recht: Wann ist ein Arztzeugnis notwendig?
Ein Arztzeugnis ist grundsätzlich nur bei entsprechender vertraglicher
Regelung beizubringen. Eine Vorlage des Arztzeugnisses ist aber
grundsätzlich ratsam, denn der Arbeitnehmer ist für seine Erkrankung
beweispflichtig, weshalb der Arbeitgeber bei fehlendem Beweisantritt von
seiner Lohnfortzahlungspflicht befreit wäre. Nur, wenn ein Arztzeugnis
erst ab einem bestimmten Tag – in der Regel ab dem dritten Tag der
Fehlzeit – vorgeschrieben ist, obliegt es dem Arbeitgeber, die
Arbeitsunfähigkeit an den ersten beiden Tagen zu widerlegen.
Wann kann der Arbeitgeber einen Vertrauensarzt
beiziehen?
Der Arbeitgeber kann auf eigene Kosten bei länger dauernden Krankheiten
oder wenn er aufgrund objektiver Anhaltspunkte den begründeten Verdacht
hat, ihm liege ein blosses Gefälligkeitszeugnis vor, eine Untersuchung
durch den Vertrauensarzt des Betriebes verlangen. Weigert sich der
Arbeitnehmer, diese zusätzliche Untersuchung über sich ergehen zu lassen,
ist der Arbeitgeber von seiner Lohnfortzahlungspflicht befreit.
Die Rubrik „Recht“ wird betreut durch die Rechtsanwälte der www.aarejura.ch
Rätsel der Woche:Farbige Krawatten
Herr Blau, Herr Rot und Herr Grün treffen sich im Lift. Alle drei haben
sich eine schöne farbige Krawatte umgebunden. Frau Weiss die sich auch im
Lift befindet schaut sich die Herren an und meint dann: "Das ist ja
lustig, haben Sie mal Ihre Krawatten angeschaut? Eine blaue, eine rote und
eine grüne". "Ja witzig", meint da der Herr mit der grünen Krawatte,
"aber keiner trägt die Krawatte die zu seinem Namen passt." "In der Tat",
meint da Herr Rot, "wirklich lustig". Wer trägt nun welche
Krawatte?
Lösung: Weinflaschen Was ist an folgender
Zahlenreihe besonderes? 8 3 1 5 9 0 6 7 4 2 Die Zahlen sind
alphabetisch geordnet: acht, drei
eins ...
Knüsel Management AG, Bielstrasse 44, CH-4500
Solothurn Telefon: 032 621 76 33 / E-Mail: info@mehrleisten.ch
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