Mehr Produktivität im Büro


Grüezi

An meiner ersten Stelle in einer Computerfirma hatte ich einen Arbeitskollegen, der war zwar ein fauler Hund, aber er erreichte seine Verkaufsziele immer mit über 100%. Während ich schuftete, vergnügte er sich an sonnigen Tagen am See und Ende Monat waren seine Zahlen trotzdem um einige Prozent besser als meine.

Was er mir voraus hatte, war offensichtlich Effektivität. Und diese erreicht man nur, wenn Ihre Tätigkeiten von Zielen geleitet ist. Wenn Sie sich bei Ihren Aufgaben fragen „Bringt sie mich meinen Zielen näher?“, dann werden Sie automatisch effektiv und nicht nur effizient.

Ihr
Willy Knüsel





Lesen Sie heute:




Sprüche der Woche:

„Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der Schnellste, der ohne Ziel umherirrt.“
Lessing

„Als sie ihr Ziel aus den Augen verloren, verdoppelten sie ihre Anstrengungen“
Mark Twain

„Fleiss für die falschen Ziele ist noch schädlicher als Faulheit für die richtigen.“
Peter Bamm, deutscher Arzt und Schriftsteller

„Ein Ziel ist ein Traum mit Termin.“
Harvey Mackay

„Ein Mensch ohne Ziel ist wie ein Pfeil ohne Spitze. Hugh!“
Sitting Bull




Cartoon der Woche:







Wie Sie mit Zielen effektiver werden

Zielsetzungen sind sehr wichtig, denn sie ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich und lassen uns konzentriert handeln. Aufmerksames und konzentriertes Arbeiten erhöht wiederum unsere Leistungsfähigkeit und Produktivität, was zur Folge hat, dass wir mehr wichtige Aufgaben erledigen können.

Ziele sollen gut definiert sein und sollten am besten schriftlich ausgearbeitet werden. Das Schreiben zwingt Sie dazu, Ihre Gedanken zu klären. Natürlich hängen Ihre Ziele auch von Ihrer jeweiligen Rolle ab, zum Beispiel als Familienvater, als Unternehmensleiter, als Sachbearbeiter oder als Mitglied eines Freizeitclubs. Und die Ziele dieser verschiedenen Rollen „beissen“ sich oft gegenseitig.

Ziele sollen folgendermassen definiert sein:

  • schriftlich fixiert
  • klar und nachvollziehbar
  • messbar
  • vollständig
  • widerspruchsfrei
  • realisierbar

Sind die Ziele nicht nur persönlicher Natur, sondern Firmen- oder Abteilungsziele, dann sollten auch noch folgende Kriterien zutreffen:

  • allen Beteiligten bekannt
  • akzeptiert

Nachfolgend einige Beispiele, wie Sie Ziele richtig formulieren:

Unvollständige Formulierung Richtige Formulierung
Ich will so bald als möglich meine Arbeitstechnik verbessern. Ich will ab 1. März pro Arbeitstag durchschnittlich 1 Stunde weniger arbeiten.
Ab nächsten Monat will ich mehr Zeit für meine Familie haben. Ab März werde ich mindestens zweimal pro Woche um 17 h nach Hause fahren und max. 2 statt 3 Abende auswärts verbringen.
Ich will bei der E-Mail-Bearbeitung Zeit gewinnen. Ich will die Zeit für die E-Mail-Bearbeitung ab März durchschnittlich von täglich 90 auf 60 Minuten reduzieren.
Ich bearbeite meine E-Mails nur noch 3 Mal pro Tag Wie oben

Wichtig ist, dass Sie nicht das „Wie“ sondern das „Was“ formulieren (siehe auch Beispiel 1 und 4).

Noch ein Tipp zum Schluss: Bevor Sie Ihre „Alltags-Ziele“ definieren, sollten Sie sich Ihre grossen Lebensziele bewusst machen. Fragen Sie sich zum Beispiel „Was sollen die Leute einmal über mich sagen, wenn ich gestorben bin?“ Sind Ihnen diese Lebensziele klar, ist es auch nicht mehr schwierig, die richtige Entscheidung zu treffen, falls sich Ihre „Alltags-Ziele“ aus Ihren verschiedenen Rollen einmal widersprechen.

 

Englisch-Tipps für deutsch Sprechende

Heute beginnen wir eine Serie von Tipps, mit denen Sie typisch deutsche Englischfehler verlernen können. Also was ist hier falsch? Die Antworten finden sie am Schluss.

  1. Our main concurrent is from Asia.
  2. Ms Smith is our personal manager.
  3. The fabric produces turbo engines.
  4. The man looked very silly because the barber has cut the hair too short.
  5. In the first time I did not like the work, but then I got used to it.
  6. The Fifth Avenue is still the most magnificent street in the world.



 

Outlook: Wie Sie Feiertage aus dem Terminkalender entfernen

In der letzten Ausgabe von „Mehr leisten“ habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie Feiertage der verschiedenen Länder in Ihren Terminkalender importieren können.

Wie Sie diese Feiertage aus Ihrem Terminkalender wieder entfernen, zum Beispiel, weil Sie die Feiertage eines bestimmten Landes nur temporär in Ihrem Kalender benötigen, erfahren Sie nun:

Wählen Sie Ansicht / Aktuelle Ansicht / Ereignisse und Sie erhalten eine Liste aller Ihrer Termine sortiert nach Kategorien. Feiertage haben die Kategorie Feiertage und im Feld Termin-/Besprechungsort sehen Sie das Land für den der Feiertag gilt.

Nun markieren Sie alle Feiertag mit dem Land Deutschland zum Beispiel und löschen Sie die Termine.

Wählen Sie nun:
Ansicht / Anordnen nach / Aktuelle Ansicht / Tages-/Wochen-/Monatsansicht und Sie erhalten wieder die gewohnte Darstellung Ihres Kalenders.





Recht: Das Unternehmen haftet für bestechliche Mitarbeiter

Die am 1. Juli 2006 in Kraft getretene Verschärfung des Wettbewerbsgesetzes ahndet neu die private Bestechung. Strafbar mit Bussen von bis zu 5 Mio. Fr. ist auch das Unternehmen, das eine aktive Korruptionsbekämpfung vernachlässigt.

Versprechen oder gewähren Mitarbeiter Privaten oder Amtpersonen „ungebührliche Vorteile“, um einen bestimmten Zweck zu erreichen, gilt dies seit dem 1. Juli 2006 als strafbare Verzerrung des Wettbewerbs. Die aktive Bestechung, wie auch das reaktive „Sich bestechen lassen“ haben strafrechtliche Bedeutung und die Täter können mit Bussen bis zu 100'000 Franken bestraft werden.

Bestechung und „Klimapflege“ von Amtspersonen stellt das StGB seit je unter Strafe. Unter Klimapflege versteht man, eine Amtsperson für die Zukunft „positiv“ einzustellen.

Klimapflege im privaten Sektor wird demgegenüber nicht unter Strafe gestellt. Hier wäre die Abgrenzung zum erlaubten Lobbying zu schwierig gewesen.

Wann ist nun auch das Unternehmen für den „Täter“ haftbar? Erstens muss dieser im Rahmen seiner Arbeitstätigkeit und des Unternehmenszweckes gehandelt haben.

Zweitens muss dem Unternehmen vorzuwerfen sein, zu wenig zur Korruptionsverhinderung getan zu haben. Die Beweislast trägt zudem das Unternehmen.

Klagen können alle, deren wirtschaftliche Interessen verletzt wurden. Zum Beispiel können Konkurrenten, Kunden oder Lieferanten den Strafantrag stellen.

Das sehr weit gefasste private Bestechungsverbot macht präventive Massnahmen zur neuen Pflicht der Führung privater Unternehmen. Kader und Angestellte müssen über die verbotenen Formen der Bestechung aufgeklärt sein, um zu verhindern, dass das Unternehmen oder seine Organe verantwortlich werden.


 


Rätsel: Das Gottesurteil

Ritter Kunibert muss sich einem Gottesurteil unterwerfen. Ihm werden die Augen verbunden und es werden 12 Goldstücke in einer Reihe vor ihn hingelegt. Es wird ihm gesagt, dass 6 der Goldstücke mit dem Kopf des Königs nach oben liegen und 6 davon mit der Zahl nach oben liegen. Aber er weiss natürlich nicht in welcher Reihenfolge.

Seine Aufgabe ist es nun, die Goldstücke in zwei Haufen aufzuteilen aber in jedem der Haufen müssen gleich viele Münzen mit dem Kopf des Königs nach oben liegen! Schafft er dies, so ist er frei von Schuld, ansonsten wird er mit dem Tode bestraft. Leider lässt sich durch Ertasten nicht herausfinden wie die Lage eines Goldstücks ist!

Gibt es für Ritter Kunibert eine gute Lösung?




Lösung: 10 gleiche Kugeln

Wir markieren eine Kugel mit „1“, zwei Kugeln mit „2“, drei Kugeln mit „3“ … und 50 Kugeln mit „50“. Alle Kugeln werfen wir in eine Urne. Wir ziehen nun nacheinander Kugeln aus dieser Urne.

Wie viele Kugeln müssen wir mindestens herausnehmen, um sicher zu sein, dass wir mindestens 10 Kugeln mit der gleichen Nummer haben?

Im schlechtesten Fall ziehen wir alle Kugeln, von denen es gar nicht 10 hat, also

1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8 + 9 = 45 Kugeln

Nun ziehen wir dummerweise von den Kugeln Nr. 10 – 50 je 9 Kugeln, also

49 x 9 = 369

Nun müssen wir noch 1 Kugel ziehen, um sicher zu sein, 10 Kugeln mit der gleichen Nummer zu haben. Die Lösung ist also: 45 + 369 + 1 = 415




Lösungen Englisch-Tipps

  1. Our main competitor is from Asia (concurrent = gleichzeitig).
  2. Ms Smith is our personnel manager (personal = persönlich).
  3. The factory produces turbo engines (fabric = Stoffe / Gewebe).
  4. The man looked very silly because the barber has cut his hair too short (bei besitzanzeigenden Gegenständen benützt der Engländer nie einen Artikel, da sonst irgendeine Hand, Tasche usw. gemeint sein kann und nicht die eigene).
  5. At first I did not like the work, but then I got used to it (ein typischer Fall von verdeutschtem Englisch).
  6. Fifth Avenue is still the most magnificent street in the world (im Englischen haben Strassennamen keinen Artikel).



Knüsel Management AG, Bielstrasse 44, CH-4500 Solothurn
Telefon: 032 621 76 33 / E-Mail: info@mehrleisten.ch

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