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Wie Sie Stress vermeiden

Stellen Sie sich doch einmal die letzten zwei Arbeitstage vor Ihren letzten grossen Ferien vor. Wie haben Sie gearbeitet? Wie haben Sie sich gefühlt? Wie sah Ihr Arbeitsplatz aus? Was haben Sie alles erledigt? Hatten Sie Stress? Wie fühlten Sie sich abends nach getaner Arbeit?

Die meisten Leute antworten, sie hätten enorm strukturiert und produktiv gearbeitet. Sie hätten sehr viel erledigt. Ihr Arbeitsplatz war sauber und aufgeräumt. Alle wichtigen und dringenden Arbeiten seien erledigt oder delegiert. Während der Arbeit hätten sie sich nicht stören lassen und hätten konzentriert gearbeitet. Und die meisten sagen, sie hätten in dieser Situation keinen „Stress“ empfunden. Es sei zwar ein gewisser Druck da gewesen, aber sie hätten die Arbeit als total befriedigend wahrgenommen.

Schön wäre doch, wenn sich dieses Gefühl tagtäglich einstellen würde.
 
Hier einige Tipps, wie Sie das schaffen und Stress vermeiden können:

Planen Sie Ihre Arbeit konsequent
Machen Sie jeden Freitagabend eine Wochenplanung. Dazu gehört, dass Sie sich einen Überblick über alle Ziele, Ideen, Projekte, Aufgaben und Termine verschaffen. Sehen Sie alles durch, entscheiden Sie was zu tun ist und planen Sie die Woche.

Wichtig ist, dass Sie bei dieser Gelegenheit Aufgaben, Ideen oder Termine ausmisten, die hinfällig oder überflüssig geworden sind.

Schliesslich verplanen Sie nie mehr als 50% Ihrer Woche. Denn sonst werden Sie die Wochenplanung sehr schnell aufgeben, weil sowieso alles anders kommt als geplant.

Unterscheiden Sie wichtige von unwichtigen Arbeiten
Gestresste Leute verzetteln sich leicht. Sie verlieren den Überblick und halten sich plötzlich mit Sachen auf, die weder wichtig noch dringend sind. Bemühen Sie sich deshalb konsequent, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.
 
Das bedeutet dann auch:
•      Delegieren Sie Aufgaben, die nicht in Ihren Aufgabenbereich fallen.
•      Sagen Sie nein zu Aufgaben, die nicht wichtig sind.
•      Entsorgen Sie Informationen sofort, die Sie sowieso nie lesen.
•      Befassen Sie sich nicht mit Arbeiten, die nicht wichtig sind.

Tipp: Hüten Sie sich vor Leuten, die dauernd mit vermeintlich „Dringendem“ daherkommen. Fragen Sie nach, ob die Arbeit wichtig ist und warum. Sagen Sie auf keinen Fall spontan „ja“ sondern verlangen Sie Bedenkzeit, weil Sie etwas abklären müssten.

Tun Sie wenn möglich nicht mehrere Dinge gleichzeitig
Versuchen Sie an einer Sache dranzubleiben und bis zum Ende zu bringen. Gerade wenn Sie 95 % einer Aufgabe erledigt haben, ist es sinnvoll, auch die restlichen 5 % zu erledigen, auch wenn das nicht mehr spannend ist oder lästiges Aufräumen, Organisieren oder Zuordnen bedeutet. Erst dann beginnen Sie mit einer neuen Aufgabe.
 
Schaffen Sie Blockzeiten
Das heisst Zeiten, in denen Sie ungestört und konzentriert arbeiten. Zeiten, in denen Sie Routinearbeiten erledigen (Telefonate, E-Mails, Korrespondenz) und Zeiten für Ihre Mitarbeiter.

Vergessen Sie nicht, sich zu entspannen und abzuschalten
Der Begriff „Work-Life-Balance“ zeigt, welch absurd hohen Stellenwert wir der Arbeit zumessen. Die Arbeit (Work) steht auf gleicher Stufe wie Leben (Life) und wird als Gegensatz zu Leben wahrgenommen.

Dabei ist Arbeit ein Bestandteil des Lebens und dieses besteht bekanntlich aus Familie, Gesellschaft, Freizeit, Hobby und eben aus Arbeit.
Nur ein ausgeglichener Mix aus diesen Komponenten hilft uns, Stress zu bewältigen oder ihn gar nicht entstehen zu lassen.

Achten Sie auf Warnsignale für ungesunden Stress
Haben Sie Mühe mit dem Einschlafen und wachen Sie früh auf, so zwischen vier und fünf Uhr? Haben Sie Heisshunger und sind übergewichtig oder verlieren Sie deutlich an Gewicht? Zeigen sich Konzentrationsschwächen und Desinteresse gegenüber allem, was nicht mit der Arbeit zu tun hat, inklusive der eigenen Familie? Haben Sie Magen-Darmprobleme? Solche Warnsignale sollten Sie ernst nehmen und reagieren, bevor es zu spät ist.

08.11.2010

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