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Wie Sie mit Hartnäckigkeit erfolgreich sind

Begabung, Intelligenz und Glück gelten als die besten Voraussetzungen, um Ziele zu erreichen. Doch was oft übersehen wird: Ohne ein Mindestmass an Hartnäckigkeit und Ausdauer sind Erfolge – gleichgültig auf welchem Gebiet – nicht erreichbar. Die Menschen scheitern meist nicht, weil sie unbegabt oder zu wenig intelligent sind, sondern weil sie nicht „dranbleiben“.

Doch Hartnäckigkeit ist eine Tugend, die heute in den Hintergrund geraten ist. Sie wird von Eigenschaften wie Talent oder Intelligenz überstrahlt, Gaben notabene, die uns in die Wiege gelegt wurden. Dabei verdichten sich die Indizien dafür, dass Hartnäckigkeit und Zähigkeit mindestens ebenso gut zum Erfolg führen wie Talent.

In einer Reihe von Studien an der University of Pennsylvania haben Forscher herausgefunden, dass die Hartnäckigkeit mit grösserer Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt als Intelligenz und Talent ohne entsprechende Ausdauer.
Mehr noch, die Forscher kamen zum Schluss, dass Intelligenz in jedem Falle nur zu einem geringen Bruchteil zum Gesamterfolg im Beruf beitrage.

Für die 95 Prozent der Menschheit, die nicht als „hochbegabt“ gelten, haben die Forscher eine tröstliche und sehr egalitäre Botschaft: Hartnäckigkeit ist eine Tugend, die auf allen Ebenen des Talents eine Rolle spielt. Zudem: Hartnäckigkeit und Intelligenz bedingen sich nicht gegenseitig.

Und es gibt noch eine bessere Botschaft: Hartnäckigkeit ist lernbar und kultivierbar. Nachfolgend einige Tipps, wie Sie im Berufsleben hartnäckiger werden:

1.
Suchen Sie sich eine Arbeit, die Sie mit Lust und Liebe oder sogar mit Leidenschaft tun. Falls dies nicht möglich ist, dann entscheiden Sie sich bewusst dafür, die Arbeit, die Sie tun, zu lieben. Denn man hat immer die Wahl, wie man seine Arbeit machen will, auch dann, wenn man sich die Arbeit nicht aussuchen kann. Ihre Freude an der Arbeit hängt einzig von Ihrer Einstellung ab.

2.
Niemand kann in allen Gebieten hervorragend sein – wir haben einfach nicht genügend Zeit, um uns in allem zu üben und zu perfektionieren. Versuchen Sie, Ihre Stärken zu fördern und entsprechend einzusetzen. Akzeptieren Sie Ihre Schwächen und vergeuden Sie dort keine Energie.

3.
Als Führungskraft sollten Sie vor allem Vorbild sein und Hartnäckigkeit zeigen. Seien Sie keine Fahne im Wind. Ziehen Sie Entscheide und Projekte mit Hartnäckigkeit durch und reagieren Sie nicht auf jeden Mückenstich.

4.
Chefs sollten Ihre Mitarbeitenden nicht zu sehr für intelligente oder geniale Lösungen loben, sondern sie sollten die Ausdauer und die Bereitschaft, sich anzustrengen hervorheben und in den Vordergrund stellen.

5.
Gehen Sie mit Kritik richtig um. Lassen Sie sich durch Kritik nicht Ihre Motivation zerstören, sondern interpretieren Sie Kritik richtig und versuchen Sie daraus zu lernen, sich zu verbessern.

6.
Geben Sie selber konstruktive Kritik – Kritik also, die nicht die Motivation zerstört, sondern hilft, die Leistung des Partners zu verbessern.

7.
Seien Sie ruhig etwas ehrgeizig. Hartnäckige Menschen setzen sich herausfordernde und langfristige Ziele. Sie wollen Chef eines Unternehmens werden, der Beste in einer Sportart oder der erfolgreichste Verkäufer.
 
8.
Suchen Sie die Herausforderung, aber dosieren Sie richtig. Es kommt darauf an, sich seine Ziele so zu setzen, dass sie auch tatsächlich erreichbar sind und nicht zum vornherein eher Frustration erzeugen. Portionieren Sie Ihre Ziele in Teilziele, die Sie mit Anstrengung und Hartnäckigkeit erreichen.

9.
Zeigen Sie Selbstdisziplin. Während Hartnäckigkeit die Fähigkeit ist, bei einer Sache zu bleiben, betrifft Selbstdisziplin vor allem die Fähigkeit, andere Dinge zu lassen. Zum Beispiel, sich nicht ablenken zu lassen, nicht auszuweichen, nicht der Trägheit nachzugeben. Das heisst, wenn die Leidenschaft nachlässt, braucht es Selbstdisziplin, bis sich die Leidenschaft wieder einstellt.
 
10.
Schliesslich ist ein Mindestmass an Optimismus nötig, damit sich der Erfolg einstellt, denn Optimismus hilft Ihnen, an einer Sache dranzubleiben, wenn sie besonders schwierig und aussichtslos erscheint.

Zum Schluss:
Denken Sie an Chester Carlson! Er blieb hartnäckig und optimistisch auch nach zwanzig Absagen. Heute können wir uns seine Erfindung, die „Fotokopie“, in den Büros gar nicht mehr wegdenken.

18.10.2010

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