Wie Sie Meetings lösungsorientiert gestaltenKennen Sie diese Meetings, in denen stundenlang über ein Problem diskutiert wird? Da wird mit Hingabe kritisiert, lamentiert und problematisiert. Am Schluss ist viel Zeit verschwendet und eine Lösung ist noch meilenweit entfernt.
Die folgenden 3 Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Meetings ab sofort effektiver und lösungsorientierter durchführen.
Tipp 1:
Lösungsorientiert statt problemorientiert diskutieren Wenn Sie das nächste Mal in einem solchen Meeting sitzen, dann probieren Sie einfach einmal diesen verblüffend wirksamen Satz: "Wie es nicht geht, wissen wir jetzt alle. Jetzt macht doch mal einen Vorschlag, wie es funktionieren könnte!" Mit diesem einfachen Satz holen Sie die Kollegen und Mitarbeiter aus der negativen Spirale einer ermüdenden Problem-Diskussion heraus. Sie lenken die Aufmerksamkeit und Kreativität Ihrer Mitarbeiter auf eine Lösung hin. Der Effekt: Ihre Mitarbeiter beschäftigen sich wieder mit dem Erfolg - und nicht mehr damit, was sie vom Erfolg abhalten könnte. Und Sie können noch einen draufsetzen, um bei Ihren Team-Meetings schneller zu erfolgreichen Lösungen zu kommen. Unser Vorschlag: In den meisten Meetings wird zu 90% über Probleme gesprochen und nur zu 10% über Lösungen. Drehen Sie das Verhältnis um. Sorgen Sie dafür, dass nur noch 10% über das Problem geredet wird und zu 90 % über die Lösung.
Damit Ihr Team hier mitzieht, übernimmt jeder Mitarbeiter reihum für einen Monat das Amt des "Lösungsverantwortlichen". In dieser Rolle muss er bei jeder Besprechung strikte darauf achten, dass nicht über Probleme lamentiert oder diskutiert wird, sondern dass alle Teilnehmer Ideen und Vorschläge für eine Lösung bringen.
Tipp 2:
Kreativität in Meetings ist ein Märchen Viele glauben, der wichtigste Vorteil von Meetings sei, dass dort „Brainstorming“ stattfinde und dass damit die Kreativität enorm beflügelt würde. Je mehr Meinungen zusammenkämen, desto mehr und bessere Ideen würden geboren. Falsch, sagt der Sozialpsychologe Wolfgang Stroebe von der Universität Utrecht. Brainstorming in Gruppen liefere nur halb so viele und darüber hinaus weniger kreative Ideen, als wenn dieselben Personen einzeln nachdenken würden. Je grösser die Gruppe und je länger sie hirne, desto weniger komme pro Kopf heraus. Folgendes können Sie tun, um diese Nachteile zu vermindern: Erstens sollten die Gruppen möglichst klein sein, am besten Zweiergruppen. Ist das nicht möglich, teilen Sie die Gruppe zwischendurch in Zweiergruppen auf mit der Aufgabe, eine Lösung zu erarbeiten. Im Plenum präsentiert danach jede Kleingruppe ihr Ergebnis.
Tipp 3:
Keine Sitzung ohne Ziel Das Ziel gehört bereits in die Sitzungseinladung. Jeder sollte wissen, was mit der Sitzung erreicht werden soll (z.B. Lösung zum Thema X erarbeiten oder Information über Thema X oder Beschluss zum Thema X fassen). Das Sitzungsziel gehört natürlich auch an den Anfang der Sitzung, und falls in der Diskussion der rote Faden verloren geht, ist es Aufgabe des Sitzungsleiters, die Teilnehmer wieder auf den Zielpfad zu bringen. Schliesslich geht es auch darum, die erarbeiteten Lösungen umzusetzen. Beweisen Sie gerade hier Stärke. Fragen Sie bei jedem Punkt: Was ist zu tun? Wer kümmert sich darum und bis wann? Nur so werden Sitzungen glaubwürdig und von den Sitzungsteilnehmern auch ernst genommen.
Zum Thema "Sitzungen effizient leiten - kürzere und erfolgreichere Besprechungen" bieten wir am 1. September 2010 beim SFW ein ganztägiges Seminar an.
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21.06.2010 |
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