Wie Sie wirkungsvoll kommunizierenSolange Ihr Gesprächspartner Ihre Meinung teilt oder ähnlich denkt, fühlt und handelt wie Sie, ist Kommunikation relativ einfach. Schwieriger wird es jedoch, wenn Ihr Gegenüber anders denkt, fühlt und spricht als Sie. Kommt noch Zeit- und Erfolgsdruck dazu – was ja in unserem Arbeitsalltag nicht selten vorkommt – so stossen wir oft an unsere kommunikativen Grenzen.
Hier beginnt die Kunst der Kommunikation. Sind Sie unter solchen Umständen fähig, wirkungsvoll zu kommunizieren, dann können Sie sich und Ihre Mitarbeitende beflügeln und überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen.
Kommunikations-Tipps:
Stehen Sie hinter Ihren Aussagen und Handlungen Hören Sie aktiv zu bevor Sie sprechen Das bedeutet: Erst zuhören, dann verstehen, eventuell nachfragen, dann auswerten und erst jetzt reagieren. Sprechen Sie beteiligte Personen namentlich und direkt an Also nicht: "Man sollte das tun.“ "Es wäre toll, wenn wir eine Aktion machen könnten.“ Besser: "Ich werde das bis morgen Abend erledigen.“ "Herr Huber, können Sie das bis Ende Woche liefern?“ "Frau Meier, bitte bereiten Sie die Aktion bis zur nächsten Sitzung vor.“ Streichen Sie die Wörter "müsste" / "könnte“ / "sollte" aus Ihrem Vokabular Damit geben Sie Ihren Aussagen Sicherheit und Gewissheit und Sie kommunizieren mit mehr Selbstvertrauen. Klären Sie Ihre Einstellung gegenüber Ihren Kommunikationspartnern Das bedeutet: Versuchen Sie Ihren Gesprächspartner zu verstehen und seinen Standpunkt zu akzeptieren. Aus einer solchen Position ist es viel leichter, Lösungen zu erarbeiten und Win-Win-Situationen zu erlangen. Stellen Sie konkrete Fragen, denn unklare Fragen ergeben unklare Antworten Also: Wie viel kostet das? Wann genau sind Sie fertig? Was erwarten Sie in diesem Punkt von mir? Was genau ist das Ziel dieser Aktion? Stellen Sie nur eine Frage aufs Mal, sonst beantwortet Ihr Gesprächspartner jene, die ihm besser liegt. Vereinbaren Sie konkrete Termine Streichen Sie Wörter wie "dringend“ / "so bald als möglich“ / "gelegentlich“ / "so gegen“ Besser: "Können Sie mir die Zahlen bis heute Abend liefern?“ Nachfolgend einige problematische Wörter und Redewendungen: Sagen Sie "und" statt "aber" Denn "aber" macht alles zunichte, was Sie gesagt haben. Beispiel: "Ja, das ist gut, aber Sie sollten…" Besser: "Ja, das ist gut, und wenn Sie …" "Und" statt "trotzdem" Auch in diesem Fall ist "und" besser, denn "trotzdem" suggeriert, dass es Ihnen eigentlich egal ist, welche Wünsche, Erwartungen, Zweifel oder Fragen der Gesprächspartner hat. Beispiel: "Ich verstehe, dass Sie sich nicht gleich entscheiden wollen, trotzdem wäre es besser…" Besser: "Ich verstehe, dass Sie sich nicht gleich entscheiden, und darum sollten wir über …" Vermeiden Sie ein schroffes "doch" "Doch" hat gewöhnlich eine sehr negative Wirkung auf den Gesprächspartner. Beispiel: "Doch! Das machen wir so!" Besser: "Ich halte es für richtig, dass wir das so machen." Vermeiden Sie auch ein direktes "Nein" Beispiel: "Nein, ich habe keine Zeit!" oder "Nein, das gefällt mir nicht." Besser: "Das gefällt mir in dieser Form nicht." oder: "Ich habe dafür im Moment keine Zeit." Streichen Sie "nur" und "bloss" aus Ihrem Sprachgebrauch Denn damit spielen Sie Ihre Äusserungen herunter. Also stehen Sie zu Ihren Ansichten. Beispiel: "Ich sage bloss meine Meinung." oder "Es ist nur meine Idee." Besser: "Ich sage meine Meinung." oder "Das ist meine Idee." |
07.06.2010 |
Druckansicht zurück





